Die unendliche Geschichte

Für die Sommerferien 2015 planten wir eine dreiwöchige Rundreise durch die USA. Insgesamt waren wir zu siebt und wollten eine der typischsten Tourirouten überhaupt abklappern.
Reiseportale nennen sie „the best of the West“ oder „Zauber des Westens“. Vermutlich isses schon klar wo es hingehen sollte:
Westküste USA – Startpunkt Las Vegas, Ende in San Diego und dazwischen viele Nationalparks, Wüste, Städte, Küste und viele, viele, viele Kilometer.

Über diese Rundreise soll es heute nur am Rande gehen, aber falls es interessiert wie wir die Route zusammengestellt, die Hotels und die Autos gebucht haben, dem sei die Seite von Trans-Amerika-Reisen empfohlen. Dort kann man super einfach komplett individualisierte Autoreisen buchen.

Worum es mir heute geht hat natürlich mit Fotografie zu tun, aber nicht mit dem Herstellen, sondern dem Weiterverarbeiten der Bilder zu einem Fotobuch. Und jetzt erklärt sich vielleicht auch der Titel des heutigen Beitrags – die unendliche Geschichte. Zu solch einer hat sich das Thema nämlich entwickelt.

Meine Frau und ich haben vor einigen Jahren mal beschlossen, dass wir von jedem Urlaub den wir machen im Anschluss ein Fotobuch machen, das dann einfach ins Bücherregal gestellt werden kann und bei Bedarf hervorgekramt und bewundert werden kann. Dabei kommt es uns nicht auf die Hochwertigkeit der Bücher und den künstlerischen Wert der Bilder an. Es geht um die Erinnerung. Es geht darum nicht immer in irgendwelchen digitalen Archiven zu suchen, sondern analog die Erinnerungen griffbereit zu haben.
Jetzt kann man sich vorstellen, dass bei einer dreiwöchigen Rundreise, während der man jeden Tag in einer anderen Stadt übernachtet, sehr viele Eindrücke und Erlebnisse zusammenkommen, die man dann als Erinnerungen auch bildlich festhalten wollte.

Insgesamt waren wir mit vier Kameras unterwegs. Meine Mitreisenden mit digitalen Kompakten und ich mit meiner DSLR. Ich habe weniger Schnappschüsse gemacht als die anderen und daher wollte ich auch deren Fotos mit ins Buch aufnehmen.
Ich alleine hatte schon fast 500 Fotos gemacht die ich irgendwie bewertet, ausgewählt und nachbearbeitet habe. Dann kamen noch hunderte Bilder der Anderen dazu.
Mein Kumpel Dominik hat allerdings schon ordentlich Vorarbeit geleistet und alle Bilder der Kompakten in ein Verzeichnis kopiert und nach Datum sortiert. So hatte ich also nur noch die besten Bilder der einzelnen Reisestationen auszuwählen (Frauen sind dabei keine Hilfe!) und einen Anbieter zu finden der das Fotobuch herstellen sollte.
Aufgrund der Menge der Bilder (ich habe jetzt 830 fürs Fotobuch bestimmt) war klar, dass das Buch leicht über 200 Seiten dick werden wird. Einen Anbieter zu finden der ein Fotobuch dieser Dicke erstellt war nicht leicht, aber schließlich konnte ich einen Anbieter finden. Ich habe mich dann für ein DIN A4 Format Hardcoverbuch von fotokasten.de entschieden.

Da war mittlerweile schon ein Jahr seit unserer Reise vergangen. Der härteste Teil lag bzw. liegt aber noch vor mir – die Gestaltung des Buches nämlich. Auch wenn die Bilder gut vorsortiert sind muss man sie innerhalb des Reisetages doch in die korrekte zeitliche Reihenfolge bringen, damit man nicht z.B. den Grand Canyon besucht, bevor man überhaupt in Vegas (so nennen Kenner Las Vegas 😉 ) gelandet ist.

Layout der Fotobuchsoftware

Fotobücher sind komplett an die eigenen Wünsche anpassbar. Mit der vom Hersteller bereitgestellten Software kann man vom Coverdesign über die Schriftarten bis hin zur Anzahl und Platzierung der Bilder pro Seite alles selbst machen. So viel Freiheit hat natürlich auch einen Nachteil. Das Ganze dauert und dauert und dauert. Zugegeben – ich hab mich nicht beeilt. Es würde auch schneller gehen, aber ich finde es seit einiger Zeit ätzend am Computer so viel Zeit zu verbringen. Computer sind Zeitfresser.

Ich bin noch nicht fertig, aber auf einem guten Weg. Unser Buch wird maximal 200 Seiten haben (75 sind schon fertig) und dann ca. 135 Euro kosten. Ich hoffe, dass ich am Ende der verfügbaren Seiten auch am Ende der Rundreise angekommen bin – sonst dauerts unter Umständen nochmal anderthalb Jahre bis es endgültig fertig ist…

4 thoughts on “Die unendliche Geschichte

  1. Hi Christian, hab‘ mich sehr gefreut einen neuen Blogeintrag zu lesen. Die USA-Bilder sind der Hammer! Klasse-Arbeit! Gruß

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