Der Fotograf und das liebe Vieh

||| Gastbeitrag von Christian Schmidt |||

So… nun ist es soweit. Christian hat mich gebeten einen Gastbeitrag für sein Blog zu schreiben. Ich habe mich für das Thema Tierfotografie entschieden aber ich stell‘ mich vielleicht erstmal vor.
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Mein Name ist – wie der des Blogbesitzers auch – Christian. Nicht verwandt, nicht verschwägert aber Arbeitskollegen, die das gleiche Hobby teilen. Nicht zuletzt durch Christian wurde mein bereits latent vorhandenes Interesse an der Fotografie gesteigert, bis ich mich entschlossen habe es auch zu versuchen. Da ich noch ziemlicher Anfänger bin, bediene ich mich nun von Zeit zu Zeit Christians weiter vorangeschrittenen Wissens und teilweise seines Equipments. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Da zu meiner Familie zwei Jack-Russel-Terrier und ein Pferd gehören, bietet sich natürlich an, die als unkomplizierte Modelle zu verwenden. Doch halt – unkompliziert? So einfach wie ich mir das vorgestellt habe, ist das gar nicht! Nahe rangehen mit Standard-Kit Objektiv ist weitgehend Glückssache. Nicht weil das liebe Vieh gefährlich wäre, sondern sich oft standhaft weigert die eingenommene Pose zu halten, aus dem Bild marschiert oder mir den Rücken zukehrt. Wie Ihr schon merkt, muss man schnell sein, da den Gesellen(innen) – von Kommandos meist unbeeindruckt – schnell langweilig wird.

Was sich als sehr hilfreich erwiesen hat, ist ein Teleobjektiv für diese Zwecke. Die Tiere fühlen sich unbeobachtet und verhalten sich natürlich, wenn man einen gewissen Abstand wahrt. Auf die üblichen Hinweise zu Objekten in Bewegung, Mitziehen, kurze Verschlusszeiten etc. verzichte ich hier. Da gibt es einschlägige Seiten mit tollen Tipps und Tricks z.B. hier: www.planethund.com speziell für Hunde.

Worauf ich Euch aufmerksam machen will, ist die Perspektive.

Ich habe festgestellt, wieviel anders und besser die Fotos wirken, wenn sie aus ungewöhnlichen Perspektiven aufgenommen werden. Ungewöhnlich deshalb, weil es gar nicht so einfach ist, sich mit der Kamera unterhalb der Gesichtshöhe eines Jack-Russels zu bewegen. Das sind nicht die größten Hunde! Ein etwas exotischer Blickwinkel, gibt dem Bild eine ganz andere Ausstrahlung. Ich versuche also meine Fotos oft auf Augenhöhe oder gar tiefer aufzunehmen.

Vor einigen Monaten waren wir in der Normandie im Urlaub. Da sich meine Frau eine Pferderanch als Domizil ausgesucht hatte, gab es als Randerscheinung auch eine Menge Gesellschaft für unsere Hunde. Die liebe Ranch-Besitzerin Ina, an dieser Stelle gegrüßt, hat nämlich selbst noch 14 Hunde. Ein fantastisches Rudel!

Ich bin also mit der Kamera auf dem Boden rumgekrochen, durch Wiesen gerobbt, habe mich in Pfützen gewälzt und versucht die Stimmungen einzufangen. Das Ergebnis seht Ihr hier.

Mein Fazit: Die Perspektive macht zwar aus Mist kein Gold, aber sie kann aus technisch guten, langweiligen Fotos solche mit Aussage werden lassen.

Beste Grüße

Christian Schmidt

 

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